Als Kleinkind lerne ich Klavier und tanze Ballett. Ist das nicht nett?!
Da bin ich stolze vier. Ein Jahr später stehe ich beim Schlusschor der Zauberflöte hinter der Bühne, singe voller Inbrunst mit und empfinde das erste Mal dieses eigenartige Gefühl, als würde man mich heimlich von hinten antippen um mir etwas von der Magie des Lebens zuzuflüstern.
Mit neunzehn Jahren werde ich an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst angenommen. Ein gar ehrwürdiges Haus! Seitdem habe ich ein großes schwarzes Instrument in meinem Wohnzimmer stehen, dessen Form Afrika gleicht. Mein Kontrabass ist ungarischer Herkunft - seine Form erinnert eher an einen stilisierten Frauenkörper. Ich komme aus Wien – meine Form ist veränderbar - meine Interessen auch. Das ist manchmal nicht leicht.
Volksmusik spiele ich aus Hedonismus und Faszination. Da umarmen einen scheinbar simple Melodien um verschlungene Gefühle zu entlocken. So empfinde ich bei oberösterreichischen Landlern, albanischer Polyphonie, slowakischer Volksmusik und bei so manch anderen Augen und Ohren aufreißenden Klängen. Da wundere ich mich manchmal …über Sachen die mich glücklich machen.
















